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| EINLEITENDE
WORTE |
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Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass es neben der großen Zahl ressourcenverschlingender Systemprofitanten und eher unengagierter Gesellschafts-‘Mitläufer’ (vgl. Titelkarikatur Broschüre) nicht wenige Menschen gibt, die sich für eine bestimmte, allgemeinnützige Sache durch tatsächliche Ideenumsetzung stark machen. In dem kleinen gesellschaftlichen Bereich der studentischen
Festivalkultur & der ‘sozialorientierten Bewegungsreisen’ (körperlich
und geistig) haben uns die Nutzer durch die Würdigung solcherlei
Taten (Teilnahmezuspruch) in eine führende Position gewählt.
Dieser Zuspruch basiert auf den konkreten Ergebnissen unseres Handelns
- in den letzten 12 Jahren haben zehntausende Menschen tolle Kulturprojekte
und horizonterweiternde Exkursionen erleben dürfen (vgl. z.B. Mittelseite
& exemplarische Fotodoku in unserer Broschüre).
Die Bekanntmachung (Zusammenbringung der Leute) und Durchführung
dieser Veranstaltungen hat dabei das Campusleben mitgeprägt
(ob die Campusverwaltung dies nun will oder nicht!). |
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| Man könnte denken, es wäre selbstverständlich, dass unser Schaffen von den sich selbst als studentenfördernd & ‘mildtätig’ bezeichnenden Instanzen, welche kraft Gesetz Sammelpunkte unserer Nutzer darstellen (öffentlich-rechtliche Hochschulen + Studentenwerke), ideell unterstützt (aber wenigstens geduldet) würde. |
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Genau das Gegenteil
ist (zumeist) der Fall, was nun nach langem
Stillehalten (bzw. lediglich subtilen Andeutungen in früheren Broschüren)
einer deutlichen Offenlegung bedarf . |
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WIE
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| Dazu haben wir oben einmal collagenhaft zusammen gefasst (siehe Abbildung rechts), was wir in den letzten Jahren durch die studentische Bekanntmachung unserer Alternativ-Projekte u.a. alles erleben mussten und mittels unsere Zeitschrift & Homepage projiziert, in welch krassem Kontrast dies zu dem steht, was durch unser Wirken für den Nutzer an konkreten Positiv-Ergebnissen zu verzeichnen war und ist. Alle Darstellungen basieren auf wahren Geschehnissen
(auch wenn dies natürlich hier kompakt, karikaturhaft, z.T. sarkastisch
& aus Kulanz-Gründen [noch] anonym zusammengefasst wurde).
Alle Menschen die sich durch diese Tatsachen-Veröffentlichung angegriffen
fühlen, mögen gern durch eine Klage oder eine schriftliche
Stellungnahme dazu beitragen, dass die von ihnen hervor gerufene Auseinandersetzung
& ihre persönliche Rolle dabei noch mehr in den Blickpunkt
der Öffentlichkeit rückt (positive Zeichen inform von Entschuldigungen
& Verhaltensänderungen werden ebenso angenommen). |
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Vorab muss der Betrachter wissen, dass
wir es uns seit Beginn unserer studentischen Projektaktivität nicht
nehmen lassen, den Kommilitonen alle Teilnahmeausschreibungen persönlich
bekannt zu machen - ein gewiss nicht alltäglicher
(weil aufwendiger) Infoservice. Achtung: es wird von uns nicht nur ‘ausgetragen’,
sondern wir sehen es als eine der wenigen Einrichtungen als ökologisch
& ökonomisch selbstverständlich an, liegen gebliebene
Zeitschriften auch wieder ‘einzutragen’. So ist persönlich
sicher gestellt, dass niemand außer uns den so oft behaupteten
Zusatzaufwand hat (es sei denn man übt sich als Sachbeschädiger,
vgl. Collage)
und auch, dass dies hier über 40 000 Menschen lesen werden (es
sei denn, die Verwaltung oder ihre kommerziellen Campusvermarktungs-Vasallen
gehen umher & schmeißen das Material weg - dann werden eben
30 000 Zeitschriften nachgedruckt). |
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Wenn unsere Projekte mitsamt der Ausschreibungen also nachweislich eine gute Sache sind (auch wenn sie entsprechend der Leistung natürlich auch etwas kosten, schließlich gibt’s das Mensaessen ja auch nicht gratis) und niemand außer uns einen Aufwand durch die Bekanntmachung dessen hat: Was ist es dann, was Verantwortliche in der öffentlichen Verwaltung (einige Hochschulen & Studentenwerke) veranlasst auf Kosten öffentlicher Ressourcen einen juristischer Kleinkrieg anzuzetteln (d.h. juristische Formalitäten über moralisches Recht zu stellen), ihre Mitarbeiter so aufzuhetzen, dass neuerdings körperliche Gewalt gegen uns angewendet wird und in Zukunft wohl noch den Campus durch Security bewachen zu lassen? |
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WARUM? - Hier einige Diskussionsanregungen: |
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1)
DOKTRINÄRES DENKEN DER STAATLICHEN VERWALTUNGSMACHT |
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Dies könnte man auch als Intoleranz gegenüber anderen Denk- & Arbeitsweisen bezeichnen. Im konkreten Fall der öffentlichen Hochschulträger gebärden sich diese quasi als ‘Staat im Staate’, berufen sich auf eine fest verfasste, ‘demokratische’ Selbstverwaltungsordnung (basierend z.B. auf Zwangsmitgliedschaften, niedrigen Wahlbeteiligungen, Zwangsbeiträgen), kassieren mit diesem scheinbar legitim-seriösen Sta(a)tus der Öffentlichen Einrichtung Subventionen von ‘extern’, blockieren aber im Widerspruch dazu vieles was an ‘externen’, durchaus sinnvollen Trägerformen in Ihrem Machtbereich auftritt oder scheinbar zu bedeutend wird im Stile eines ‘Ellenbogen-Kapitalisten’. Unsere Geschichte ist ein Beispiel dafür, dass den Verantwortlichen formales Beharren auf ihrem Machtschema wichtiger ist als konstruktive Zusammenarbeit zum Allgemeinnutzen. Wir jedenfalls haben unser Kooperationsvermögen bereits hinlänglich bewiesen (z.B. Integration von Hochschulkörperschaften in das Campusfestival, höfliche Anfragen bezüglich der offiziellen Auslage der Studentenfreizeit-Ausschreibungen). Der ‘Dank’ war regelmäßig eine arrogant-abweisende Machtdemonstration (Vorverurteilung, Falscheinordnung & Ausgrenzung unseres Wirkens oder sogar eigennützige Projekt-Übernahme). Man kann nur immer wieder appellieren diese Doktrin (‘Schubladen-Denken’?, ‘Zäune auch in den Köpfen’?, vgl. Titelmotiv Broschüre) im Sinne von Vernunft & Fairness endlich abzulegen! |
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2)
EITELKEITEN DES AKADEMISCHEN ‘AMTSADELS’ |
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Die ‘Fürsten’ delegieren &
dirigieren heute genauso gern wie dazumal, daran hat sich seit Feudalzeiten
im Prinzip nichts geändert: möglichst über alles
bestimmen - dabei aber selbst so wenig wie möglich Arbeit haben.
Da brüskiert man sich natürlich, wenn einer ‘aus dem Volke’ selbstbestimmt & pragmatisch handelt, bürokratisch-juristische Instanzen (’unser Hausrecht’) wegen deren Unwichtigkeit für die Sache mit nicht mehr Aufmerksamkeit als unbedingt notwendig beschenkt und damit auch noch Erfolg hat (im Gegensatz zu manch ‘verwaltungsinitiiertem’ Veranstaltungsversuch). |
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3)
NEUE HOCHSCHULPALÄSTE MÜSSEN ORDENTLICH STERIL BLEIBEN |
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Was sind die Prämissen der systemkonformen Verwaltungspolitiker die Hochschulen betreffend?: schnell studieren, ordentlich Karriere machen, optimal ins System eingliedern... . Dazu passt kein Ausbrechen aus dem Rahmen,
denn alles muss lenk- & kontrollierbar bleiben,
besonders an neuen/sanierten Hochschuleinrichtungen darf solches nicht
wieder ‘einreißen’. Oder noch schlimmer: Wie darf jemand so ein Amt innehaben, der/die sehrwohl über Dasein & positive Wirkung dieser unabhängigen Non-Profit-Szene weiß, diese jedoch bewusst & willkürlich aus seinem Machtbereich verbannt, weil sie vielleicht unbequem und nicht so leicht zu überwachen ist? Was ist der Nutzermehrheit also wichtiger: Ordnungswahn & Regulierungswut des typischen Verwaltungsmenschen oder die Projekt-, Träger- & Informationspluralität im ‘Lebensraum Hochschule’? |
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4)
DIE ZUNEHMENDE KOMMERZIELLE VERMARKTUNG DER HOCHSCHULEN / BESCHNEIDUNG
DER INFORMATIONSFREIHEIT |
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Hochkommerzielle Campusvermarktungsfirmen ziehen in wachsendem Maße Profite aus der Verschmelzung der Ordnungs-, Bequemlichkeits- und Kassiermentalität des klassischen Verwaltungsbürokraten mit dem Kundenmanipulierungsinteresse von Konsumgüterherstellern, Großverlagen & Kommerzdienstleistern. Sie suggerieren eine ‘Studenten-Hilfe’, indem sie ‘interessante & geordnete Produktperformance’ auf dem Campus organisiseren, und sie versprechen den Körperschaften öffentlichen Rechts wachsende ‘Werbekostenzuschüsse’/‘Deckungsbeiträge’ (Könnte man dies auch treffender ‘Werbegewinne’ nennen, welche allerdings der formalen ‘Mildtätigkeit’ dieser Körperschaften entgegen stehen?). In diesem Prozess (im wahrsten Sinne des Wortes) sollen dann ‘freie Plakatierer & Wildausleger in zufriedene Kunden umgewandelt’ werden (Zitat homepage eines Campusvermarkters). Sind diese nicht bereit ‘zufriedene Kunden’ zu werden (das hieße in unserem Fall u.a. Erhöhung unserer studentischen Teilnahmebeiträge zu Gunsten unbeteiligter Vermarktungsfirmen) und ihre Botschaft zwischen Getränkekonzernen und Mobilfunkdealern einzuordnen, werden fleißig Rechnungen gestellt und juristische Schritte angedroht/eingeleitet (vgl. Collage). Diese verstärkte Durchsetzung eines Informationsmonopols ist also motiviert durch die Profitgier des ‘zweidimensionalen Systems’ (KommerzkapitaIismus im Wechselspiel mit der ‘Öffentlichen Hand’). Informationsfluss und freie Kommunikation Dritter (nicht zum ‘zweidimensionalen System’ gehörender) im öffentlichen Raum (solange Hochschulen/StuWe’s von öffentlichen Geldern leben sind sie dies) wird also zerstört oder inakzeptabel kanalisiert. |
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5)
MONOPOLISMUS, ‘DAS EIGENE HEMD’ & DER GESAMTGESELLSCHAFTLICHE ZUSAMMENHANG |
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Beim
Stichwort Monopolismus sind wir beim bedeutendsten Grund der SCF-Drangsalierung
der letzten Jahre. SCF hat exemplarisch bewiesen, dass bestimmte Bereiche
öffentlichen (in diesem Fall studentischen) Lebens ohne
zwangsweise vereinnahmte Gelder (Steuern, Zwangsbeiträge)
oder darauf basierender Personalressourcen realisiert
werden können. Aber wer sägt schon gern am eigenen Stuhl? Anstatt das unverantwortliche Finanzproblem der ‘Öffentlichen Hand’ bei der Wurzel zu packen, nämlich bei der Personalüberdehnung & den Fehlstrukturen in der ‘Öffentlichen Hand’ selbst (samt des Politik- Apparats), rechtfertigt man -gedeckt durch Medien & Judikative (Ausnahmen bestätigen die Regel)- die steigende Zwangsbelastung des leistenden Menschen (s. z.B. die zunehmend aggressivere Geldbeschaffung der Hochschulen & Studentenwerke, s. Absatz oben) makaberer Weise mit den Finanz-Defiziten im eigenen System. Es ist immer die Rede von Sparzwängen, Fehlbeträgen und Abgabenerhöhungen: Warum spart man nicht zunächst an sich selbst??? (und befördert statt dessen aus purem (System-)Eigennutz ein fundamentales soziales Gesellschaftsunrecht sowie die weitere staatliche Überschuldung durch Verhinderung eines alternativen Weges bei gleichzeitiger Förderung von Börsenkapitalismus, Kreditwesen, Wachstumszwang, Konsumgesellschaft & Wegwerfmentalität) |
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WER HAT GENUG GESEHEN,
UM DIESE SICHT HIER ZU PUBLIZIEREN? |
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Dominique Funke |
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