Nicht selten schlägt unserer selbsttragend finanzierten Einrichtung ein mehr oder weniger latenter Bereicherungsvorwurf seitens öffentlicher (Hochschul-)Verwaltungen oder sogar seitens einzelner Teilnehmer entgegen. Die Gründe dafür liegen: (1) in der Unfähigkeit bzw. dem Unwillen eine unorthodox ausgerichtete Basisorganisation wie die unsrige vom Börsen-, Konzern- oder auch vom schnöden Konsumkapitalismus zu differenzieren; (2) in der Unerfahrenheit, dem Unwissen oder der Ignoranz gegenüber dem, was es bedeutet Projekte in persönlicher Vollverantwortung von A-Z ohne fremde Unterstützung zu tragen und welche fachfremden Belastungen darüber hinaus auferlegt sind, damit jenes System -welches uns letztendlich nur behindert- existieren kann (Steuerbürokratie, Versicherungszwänge, Juristerei etc.). An dieser Stelle sei deshalb einmal ansatzweise die Unterschiedlichkeit
unseres Weges zum systemangepassten Weg kommerzieller Veranstalter
dargelegt. Es geht uns dabei nicht darum, andere Unternehmungen anzugreifen,
denn jeder soll den Weg gehen den er für richtig hält &
auf dem er ‘sein’ Publikum findet. |
| URSPRUNG IM SELBSTLOSEN ENGAGEMENT - NICHT IM BERUFSBILD |
Zuerst gab es die persönliche Neigung für Kultur &
Sport mit alternativer, studentischer Prägung. Aus der
‘Nutzerperspektive’ wurde schnell eine ‘Macherrolle’, denn
schon früh war es wichtig, nicht nur nehmen zu wollen,
sondern auch zu geben. Dazu kam der Organisationsspass daran,
andere teilhaben zu lassen an dem, was man für das eigene Leben
schon als gut erkannt hatte. Erst dann entstand durch Einwirkungen von außen (Haftungsfragen,
Vereinnahmung der Schaffensergebnisse des bis dato ‘unbekannten Ein-Mann-Organisators’
durch öffentliche Körperschaften) die Notwendigkeit den Projekten
einen ‘Markennamen’ (’SCF’, ‘Campusfestival’, ‘SportCamps mit Flair’)
und eine ‘juristische Hülle’ (gemeinnützigeGmbH) zu geben. Konsequenz: Da der (nicht nur redende, sondern auch handelnde) ethische
Idealist in diesem System zu wenig unterstützt bzw. toleriert
wird, sondern vielmehr mit der skrupellosen Ausnutzung seiner Schöpfungs-
& Arbeitskraft durch das Bequemlichkeits-System rechnen muss, ist
er für sein Schaffen u.a. auch finanziell abzusichern. |
| AUßERGEWÖHNLICHE PROJEKTINHALTE STATT STANDARDMÄßIGER MAINSTREAM |
Ob Kulturfestival, Reisen oder die Außendarstellung dessen
(z.B. unsere Broschüren): Wir scheuten und scheuen uns nicht unbequeme
Wege zu gehen, von der Verdrängung bedrohte Qualitäten zu
protegieren & ‘Unmögliches möglich zu machen’.
Heute sind wegen der unwürdigen Behandlung in Deutschland orts-
& (damit weitgehend) behördenunabhängige
Reisen Ausdruck dieses Besonderheits-Anspruchs. Den wichtigsten Unterschied
zu kommerziellen Veranstaltern erkennt man dabei inhaltlich: |
| INHALTSMOTIVIERTER ‘PROJEKT-MACHER’ STATT DIENSTLEISTUNGS-VERMITTLER |
| Ob ein Akteur ausschließlich selbstentwickelte Projekte
realisiert, hinter denen er aus eigenem Erlebensinteresse
persönlich steht (wir begleiten z.B. fast alle Projekte
selbst) oder ob er einfach nur fremde Standardleistungen im eigenen Namen
verkauft (vermittelt), sagt viel über dessen Motivation aus: Ersterem geht es um die Sache, letzterer ist nichts als ein Verkäufer, dessen Handlungsmotivation meist weniger die Sache als vielmehr das Geld ist. Wir benötigen deshalb weder ‘Buchungsbüro’ noch ‘Buchungspersonal’ - wer bei unseren unikaten Reiseprojekten dabei sein will, macht einfach von sich aus den ‘ersten Schritt’ (z.B. Ausfüllen der online-Bewerbung) & erreicht uns damit zumeist ‘on the road’ (es kann eine Weile dauern bis geantwortet wird). |
| AKTIVE MITGESTALTER STATT OBERFLÄCHLICHE PAUSCHAL-KONSUMENTEN |
Zufriedenheit aller ist ein Wunschzustand, den auch wir anstreben.
Teilnehmer-Befriedigung wird bei uns allerdings nicht dadurch erzeugt,
indem suggeriert wird, man lese dem ‘Konsumenten’ alle Wünsche
‘vom Munde ab’ und in seiner Eigenschaft als zahlender ‘Kunde’ sei er
automatisch ‘König’. |
| KREATIVITÄT AUCH IN DEN DINGEN DIE KEIN GELD BRINGEN |
Um ‘dumpf’ zu werben reichen fantasielose Flyer, Einordnung in kommerzielle Verteilsysteme (gemeint sind hier z.B. plumpe Kommerzvermarkter von Hochschulflächen, gemeint sind damit nicht etwa anspruchsvollere 'cityboards' in Kneipen oder Kultureinrichtungen) oder aufdringliche Werbestände. Alles was intellektuell darüber hinaus geht ist eine ‘brotlose Kunst’, die nicht mehr Teilnehmer (also mehr Umsatz), sondern andere Teilnehmer bringt. Letzteres ist uns aber wichtig, weshalb wir uns seit über 10 Jahren die Mühe machen, mit kreativ gestalteten Veröffentlichungen & künstlerischen Motiven über studentische Aktionsmöglichkeiten zu informieren und dabei andersartige Akzente auf dem Campus zu setzen (vgl. hier). |